Product Placement: Einigung mit Produzentenallianz rückt näher

Freitag, 25. Juni 2010
Sabine Eckhardt, Geschäftsführerin von Seven-One Ad Factory
Sabine Eckhardt, Geschäftsführerin von Seven-One Ad Factory

Die TV-Sender und die Produzentenallianz kommen in den Verhandlungen zum Thema Product Placement langsam voran. Sender und Produzenten diskutieren seit Monaten darüber, wie die Erlöse aus der seit 1. April liberalisierten Werbeform zwischen beiden Seiten aufgeteilt werden könnten. „Wir sind zuversichtlich, dass es in den nächsten Wochen eine Einigung geben wird", sagt Sabine Eckhardt, Geschäftsführerin von Seven-One Ad Factory, die Placements auf den Pro-Sieben-Sat-1-Sendern vermarktet. Product Placement bietet für Sender und Produzenten Chancen, bedeutet aber auch einen erheblichen Mehraufwand. So müssen die Sender sichern, dass die Produkte in der mit den Kunden vereinbarten Weise inszeniert werden.

Am Set hat jedoch die Produktionsfirma das Sagen. Gerade kleinere Placements sind für die Produzenten unter Umständen kaum rentabel und das bei besonders hohem Aufwand, zum Beispiel, wenn auch noch der Kunde zum Dreh kommt und betreut werden muss. Den Lead im Verkauf haben die Vermarkter. Die Preise für Placements werden individuell vereinbart. In der Regel kommt ein zweistelliger Aufschlag auf den Preis eines 30-Sekünders. Derzeit wird nach HORIZONT.NET-Informationen um einen Anteil für die Produzenten in Höhe von rund zehn Prozent diskutiert. Kostet der Spot nur um die 10.000 Euro, blieben nicht mal 1.000 Euro beim Produzenten hängen. pap
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