Producers fordert Sendezeiten für unabhängige Produzenten

Freitag, 19. Oktober 2001

Producers, Deutschlands größter unabhängiger Produzentenverbund, fordert eigene Programmkontingente und verbriefte Sendezeiten für unabhängige Film- und Fernsehproduzenten bei nationalen TV-Sendern. "Die unabhängigen Anbieter sollen festgeschriebene Anteile am Produktionsvolumen erhalten und von den Sendern mit einem Zeitkontingent ausgestattet werden, das auch Prime-Time-Sendeplätze enthalten muss", erklärte Friedrich-Carl Wachs, Chief Executive Officer der Producers im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf den Medientagen in München.

Auf diese Weise solle die schwache Position der unabhängigen Produzenten gestärkt und die drohende Marktbereinigung verhindert werden. Wachs verwies darauf, dass die EU-Fernsehrichtlinie Quoten für unabhängige Fernsehproduzenten vorsehe, die jedoch bis heute nicht durchgesetzt seien. RTL-Chef Gerhard Zeiler reagierte ablehnend auf den Vorschlag: "Ich glaube nicht, dass der Gesetzgeber diese Wünsche erfüllen wird, er würde damit die gesamte Medienbranche in Deutschland gegen sich aufbringen." Wichtiger als gesetzliche Regelungen sei die gemeinsame Entwicklung von Problemlösungen. Zeiler: "Wir müssen gemeinsam überlegen, wie wir günstiger produzieren können beziehungsweise wo wir unsere Ansprüche zurückschrauben müssen."
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