Pro Sieben fährt Eigenproduktionen zurück

Dienstag, 23. Januar 2007

Nach dem Quoten-Desaster mit seiner selbst produzierten Serien-Romanze "Verrückt nach Clara" schickt der Münchner TV-Sender Pro Sieben in diesem Jahr nur eine neue Serien-Eigenproduktion on Air: Die Comedy "Dr. Psycho" mit Christian Ulmen als etwas wirrer Polizeipsychologe. Dies kündigte Pro-Sieben-Geschäftsführer Andreas Bartl auf einer Programmpräsentation in Hamburg an. Kürzer treten will Pro Sieben auch bei den eigenen Filmproduktionen: Statt wie bisher etwa 15 sollen künftig jährlich rund zehn gedreht werden. Für 2007 kündigte Bartl unter anderem die Ausstrahlung dreier spektakulärer Event-Movies an, darunter Neuverfilmungen der Klassiker "Die Schatzinsel" und "Die Brücke". Ziel des Senders ist es, die "Entertainment-Marke Nummer eins bei der jungen Mediengeneration" zu bleiben, so Bartl.

Das Prime-Time-Programmschema sieht 2007 bei Pro Sieben so aus: Montags laufen neue Comedy-Folgen ("Märchenstunde", "Stromberg", "Switch - Reloaded"). Ab Mai sind Mystery-Serien aus den USA ("Jericho", "Nemesis - Der Angriff", "Blade", "Supernatural") zu sehen, später auch neue Staffeln von "4400", "Lost" und "Alias". Dienstags geht es mit neuen Folgen von "Desperate Housewives" und "Grey's Anatomy" weiter, ab Mai präsentieren die Pro-Sieben-Comedians Jürgen von der Lippe ("Extreme Activity"), Oliver Welke und Oliver Kalkofe ("Besserwisser") sowie Elton ("Maskerade") ihre neuen Shows. Mittwochs gibt es einen weiteren Serienabend für weibliche Zielgruppen: Hier laufen das vom Schwestersender Kabel 1 übernommene "Cold Case" sowie "Weeds" und neue Staffeln von "Emergency Room". Der Donnerstag bleibt "Contest Day" (Bartl) mit neuen Staffeln von "Germany's Next Top Model", "Popstars" und "Stars auf Eis".

Auch 2007 dauerpräsent ist Pro-Sieben-Aushängeschild Stefan Raab. Neben seiner Comedyshow "TV Total" präsentiert er wieder seinen "Bundesvision Song Contest", die "Stock Car Crash Callenge", einen Turmspring-Wettbewerb, die "Wok WM" sowie sechs Ausgaben von "Schlag den Raab". Auch langfristig plant Bartl mit Raab: Derzeit verhandele man über eine Vertragsverlängerung über das Jahr 2008 hinaus, heißt es. rp

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