Pro Sieben Sat 1 will N24 offenbar nun doch behalten

Mittwoch, 31. März 2010
Pro-Sieben-Sat-1-Chef Thomas Ebeling
Pro-Sieben-Sat-1-Chef Thomas Ebeling

Will Thomas Ebeling oder will er nicht? Jetzt will er will offenbar doch – nämlich den Nachrichtensender N24 behalten. Wie die "Süddeutsche" meldet, laufen derzeit bei Pro Sieben Sat 1 "seriöse" Gespräche darüber, N24 nicht mehr abzustoßen. Die SZ vermutet, dass ausbleibende lukrative Angebote für den News-Sender der Auslöser für den Kurswechsel waren. Axel Springer beispielsweise, mit dem Pro Sieben Sat 1 Sondierungsgespräche geführt hatte, war von einem Mitbieten um den Newskanal abgerückt. Die Preisvorstellungen waren zu unterschiedlich. "Die Vorstellungen und Konditionen gingen in den kurzen Sondierungsgesprächen zu weit auseinander", sagte Springers Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner bei der Bilanzpressekonferenz in Berlin am 10. März. Zuletzt hatte es geheißen, Spiegel TV könne als externer Dienstleister kostengünstig die Nachrichten für Pro Sieben, Sat 1 und Kabel 1 produzieren. Damit wäre N24 für die Gruppe entbehrlich.

Die Kosten sind es auch, mit denen Ebeling in der Vergangenheit stets argumentiert hatte. Würden diese sinken, könne sich der Konzernchef einen Verbleib von N24 als Teil von Pro Sieben Sat 1 durchaus vorstellen. Dies verkündete er noch am 3. März auf der P7S1-Bilanzpressekonferenz. jm
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