Pro Sieben Sat 1 spart sich in die Gewinnzone

Mittwoch, 10. Februar 2010
Thomas Ebeling kann gute Zahlen vermelden
Thomas Ebeling kann gute Zahlen vermelden

Angestrengten Sparmaßnahmen sei dank, weist Pro Sieben Sat 1 für das Krisenjahr 2009 doch einen Gewinn aus. Der Jahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter beläuft sich auf 144,5 Millionen Euro - nach einem Verlust von 129,1 Millionen Euro in 2008. Bereinigt liegt der Jahresüberschuss sogar bei 184,4 Millionen Euro. Das Plus dürfte der Konzern vor allem dem beherzten Sparprogramm verdanken. Um rund 200 Millionen Euro wollte der seit März 2009 amtierende Konzernchef Thomas Ebeling die Kosten im Vergleich zum Vorjahr senken. Aber auch das Deutschlandgeschäft hat seinen Teil zu dem unerwartet positiven Ergebnis beigetragen. Im 4. Quartal konnte Pro Sieben Sat 1 von der Jahresendralley profitieren. Der Umsatzz im deutschsprachigen Raum ist zwischen Oktober und Dezember um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Im Herbst 2008 hatte jedoch auch schon die Werbekrise eingesetzt, der Rückgang zum Vorjahr dürfte allein schon durch diesen statistischen Effekt weniger hoch ausfallen, als in den Vorquartalen. Dazu, wie das Gesamtjahr in Deutschland gelaufen ist, macht Pro Sieben Sat 1 noch keine Angaben. Die finalen Zahlen für 2009 werden am 4. März präsentiert.

Der Gruppenumsatz 2009 lag bei 2,761 Milliarden Euro - ein Minus von fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereinigt um den Kabelnetzanbieter CMore, den der Konzern verkauft hat, liegt der Rückgang bei 5,5 Prozent. Die Verschuldung hat der Konzern jedoch nur marginal verringern können. Zum 31. Dezember 2009 schleppt das TV-Unternehmen immer noch 3,295 Milliarden Euro Kredite mit sich herum - nach 3,543 Milliarden Euro Ende September. pap
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