Pro Sieben Sat 1 soll Nummer 1 in Europa werden

Freitag, 15. Dezember 2006
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Die neuen Eigner von Pro Sieben Sat 1, KKR und Permira, wollen die TV-Gruppe mit SBS Broadcasting zusammenschließen und zum führenden europäischen TV-Konzern machen. "Wir eröffnen Pro Sieben Sat 1 mit unserem Konzept eine europäische Wachstumsperspektive", sagt KKR-Europa-Chef Johannes Huth. Auch der Deutschland-Chef von Permira, Thomas Krenz, bekräftigte die internationale Stoßrichtung: "Die Gruppe soll zur RTL Group aufschließen, wenn nicht überholen." Am bestehenden Management um Pro-Sieben-Sat-1-Vorstandschef Guillaume de Posch halten die neuen Eigner fest. Ein Abbau von Arbeitsplätzen sei im Zuge der geplanten Fusion nicht vorgesehen, stellten die neuen Eigner klar. Die von den Finanzfirmen KKR und Permira kontrollierte Lavena Holding 4 hat gestern den Zuschlag für die Übernahme von Pro Sieben Sat 1 bekommen. Lavena übernimmt 88 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien und 13 Prozent der nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien. Der Kaufpreis wurde auf 28,71 Euro je Stammaktie und 22,40 Euro je Vorzugsaktie festgelegt. Lavena kontrolliert damit 50,5 Prozent des Grundkapitals von Pro Sieben Sat 1. Die Holding will zudem ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre von Pro Sieben Sat 1 machen. Ein Squeeze-out der Minderheitsaktionäre sei aber nicht geplant. dhe

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