Pro Sieben Sat 1 senkt Gewinnprognosen nach Terroranschlägen

Freitag, 28. September 2001

Nach den Terroranschlägen hat die Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe ihre Prognosen für das Geschäftsjahr 2001 deutlich nach unten korrigiert. Das Unternehmen geht jetzt davon aus, dass das Ergebnis vor Steuern um 30 Prozent sinken wird. Im Geschäftsjahr 2000 lag das Ergebnis vor Steuern bei 205 Millionen Euro. Gleichzeitig rechnet Pro Sieben Sat 1 mit einem Umsatzrückgang um 4 Prozent (2000: 2,155 Milliarden Euro). Der Jahresüberschuss wird voraussichtlich um 10 Prozent (2000: 93 Millionen Euro), EBIT (2000: 245 Millionen Euro) und EBITDA (2000: 332 Millionen Euro) um rund 20 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr.

"Insbesondere die großen, traditionellen Unternehmen aus den USA sowie Werbekunden aus den Bereichen Banken, Versicherungen, Tourismus und Luftfahrt haben ihre Buchungen seit den Anschlägen storniert oder deutlich reduziert", sagte Urs Rohner, Vorstandsvorsitzender von Pro Sieben Sat 1. Das Unternehmen hatte ursprünglich einen Netto-Rückgang des Fernsehwerbemarkts um 2 bis 3 Prozent für das Gesamtjahr 2001 erwartet. Jetzt geht der Medienkonzern davon aus, dass der deutsche TV-Werbemarkt um bis zu 6 Prozent schrumpfen werde.
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