Pro Sieben Sat 1 lässt Verkauf von Auslandssendern prüfen

Montag, 13. Dezember 2010
Thomas Ebeling denkt über den Verkauf von Sendern im Ausland nach
Thomas Ebeling denkt über den Verkauf von Sendern im Ausland nach

Pro Sieben Sat 1 lässt das Wachstumspotential seiner Sender in Belgien, den Niederlanden sowie Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark überprüfen. Ziel des Unternehmens sei es, in allen Ländern unter den Top-Drei-Sendern zu rangieren. Gelingt dies nicht, schließt Vorstandsvorsitzende Thomas Ebeling einen Verkauf nicht aus. Das teilte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) mit. Im Jahr 2007 hatten die Finanzinvestoren KKR und Permira Pro Sieben Sat 1 mit der skandinavischen Sendergruppe SBS verschmolzen. Seitdem ist das Unternehmen mit 13 Sendern im Ausland vertreten. Einen kompletten Verkauf der SBS-Gruppe schließt Ebeling aus. Jedoch soll geprüft werden, welche Unternehmensteile bei Veräußerung "eine attraktive Bewertung oder eine strategische Prämie" bringen könnte. Dazu hat Pro Sieben Sat 1 die Investmentbank JP Morgan engagiert. Vom Verkauf ausgeschlossen sind die osteuropäischen Sender.

Gegenüber der "FAZ" betont Ebeling, eine Veräußerung sei nur eine mögliche Option. Der gesamte Prozess sei nach wie vor "ergebnisoffen". Sicher ist jedoch, dass nach der strategischen Neuaufstellung in Deutschland auch im Ausland etwas geschehen soll. Ebeling: "Wir wollen in Westeuropa, den deutschsprachigen Ländern und auch in Osteuropa eine starke Position haben." hor
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