Pro Sieben Sat 1 kontert Verlage

Donnerstag, 15. März 2012
P7S1-Vorstand Albert findet klare Worte
P7S1-Vorstand Albert findet klare Worte

Der TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 bezieht Stellung gegen die Verlage. Wie HORIZONT vergangene Woche berichtet hat, prüfen diese intern die Chancen einer Kartellbeschwerde wegen der Intermedia-Rabatte von Seven-One Media und IP Deutschland. Für P7S1-Vorstand Conrad Albert sind diese Überlegungen "Ausdruck der Ideen- und Antwortlosigkeit der Verlagsindustrie", sagt er im Interview mit HORIZONT. "Wenn die Verlagswelt zumindest in Teilen keine Antworten auf die Herausforderungen hat, die die digitale und globale Realität mit sich bringen, kann das nicht zu Lasten des Rundfunks gehen", sagt Albert, der seit Oktober 2011 bei Pro Sieben Sat 1 das Ressort Legal, Distribution und Regulatory Affairs verantwortet, in seinem ersten offiziellen Interview.

Gemessen an der Mediennutzung halten die TV-Konzerne Print für deutlich überbewertet und versuchen daher auch mit Intermedia-Rabatten Anreize für die Werbungtreibenden und Agenturen zu schaffen, zu TV zu wechseln. "Es klingt immer so, als wäre TV der übermächtige Goliath, gegen den der kleine David Print kämpft. Aber das ist falsch", sagt Albert.

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Das ganze Interview mit Conrad Albert lesen Abonnenten in HORIZONT-Ausgabe 11/2012 vom 15. März 2012.

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Albert kritisiert zudem die Bestrebungen von Zeitungsverlagen und Radiosendern, die Pläne für regionale Werbung nationaler TV-Sender zu stoppen. Seven-One Media will Deutschland in fünf große, planbare Regionen aufteilen und damit Kunden ab einem Mediabudget von 250.000 Euro ins Visier nehmen. Radio und Zeitungsverleger wollen nun, dass dieser Vorstoß mit einem Verbot via Rundfunkstaatsvertrag gestoppt wird. "Ich glaube, dass das weder für die Verlagsbranche der richtige Weg sein kann, noch für die Radios oder andere Gattungen", sagt Albert. pap
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