Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Andreas Bartl: "Die Krise ist eine Chance“

Freitag, 14. November 2008
Wird Andreas Bartl der neue starke Mann bei P7S1?
Wird Andreas Bartl der neue starke Mann bei P7S1?

In einem Interview mit der "FAZ" verteidigt Andreas Bartl, Vorstand German Free TV von Pro Sieben Sat 1, den Umzug von Sat 1 von Berlin nach München gegen Befürchtungen, damit den Sender nachhaltig zu schwächen: "Sat 1 ist für uns der wichtigste Sender, schon allein weil er aufgrund seiner breiten Zielgruppenausrichtung das größte kommerzielle Potential hat. Deswegen gilt als Maxime für die gesamte von mir geführte German-Free-TV-Truppe, dass wir Sat 1 stärken werden", so Bartl gegenüber der "FAZ".  Der Kauf der Sendergruppe SBS werde sich "auf lange Sicht auszahlen", die Situation der einzelnen Sender sei besser, als gemeinhin angenommen: "Was die Leistung der einzelnen Sender betrifft, liegen wir sehr gut im Rennen. Pro Sieben und Kabel Eins erzielen Marktanteilsrekorde, Sat 1 hat sich auf einem Niveau von elf Prozent stabilisiert, was vor einem Jahr in weiter Ferne lag. N 24 ist auch sehr gut unterwegs."

Die mit dem Umzug von Sat 1 und d er Zentralisierung des Managements verbundene Umstrukturierung nährt indes beim "FAZ"-Konkurrenten "FTD" die Spekulation, Bartl - unbestritten der starke Mann der Sendergruppe - sei der Nachfolger des zum Jahreswechsel scheidenden Vorstandschef Guillaume de Posch: "Dass Bartl nun mit dem Sat-1-Chef Alberti einen Co-Geschäftsführer zur Seite gestellt bekommt, deuten Beobachter als möglichen Schritt, um Bartl für den Aufstieg an die Konzernspitze freizuspielen", schreibt die "FTD". vs
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