Pro Sieben Sat 1: Vermarktungschef Wagner wehrt sich gegen Verlage

Donnerstag, 21. Juni 2012
Wagner rechnet mit leichtem Plus
Wagner rechnet mit leichtem Plus

Thomas Wagner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Seven-One Media, wehrt sich gegen die Kritik der Verlage. Diese werfen den TV-Vermarktern vor, sie würden die Kunden mit überzogenen Rabatten weg von Print, hin ins Fernsehen locken. "Das nennt man Wettbewerb. TV wächst - und zwar auch in den jungen Zielgruppen. Kann das Print auch von sich behaupten?", fragt Wagner im Interview mit HORIZONT. Für Streit sorgen die Intermedia-Rabatte, die sowohl Seven-One, der Vermarkter von Pro Sieben Sat 1, als auch Konkurrent IP Deutschland (Mediengruppe RTL Deutschland), seit Jahresbeginn stärker promoten. "Wir haben mit unseren Konditionen den Fokus für eine effiziente Budgetverteilung geschärft, aber keinen Hebel zur Marktverdrängung installiert", sagt Wagner. Während Zeitungen und Zeitschriften laut Nielsen seit Jahresbeginn 6,2 beziehungsweise 3,7 Prozent Brutto-Werbeumsatz verloren haben, hat TV 6,3 Prozent gewonnen.

Netto sieht es allerdings nicht ganz so rosig aus. Den Juni bezeichnet Wagner als "sportliche Herausforderung". Die Europameisterschaft, die auf ARD und ZDF läuft, zieht nicht nur Zuschauer zu den Öffentlich-Rechtlichen, sondern auch Werbegelder. Für da Gesamtjahr geht Wagner davon aus, "dass wir netto ein leichtes Marktwachstum verzeichnen können. pap

Das gesamte Interview mit Thomas Wagner erscheint in HORIZONT 25 vom 21. Juni 2012
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