Pro Sieben Sat 1: Schneller Ausstieg von KKR und Permira unwahrscheinlich

Dienstag, 24. Mai 2011
Offenbar bleiben KKR und Permira länger an Bord als geplant
Offenbar bleiben KKR und Permira länger an Bord als geplant

Der für den Herbst erwartete Ausstieg der Finanzinvestoren KKR und Permira bei Pro Sieben Sat 1 verzögert sich möglicherweise. In der Einladung zur Hauptversammlung des TV-Konzerns am 1. Juli fehlt der Antrag zur Zusammenlegung von Vorzugsaktien und Stammaktien. Finanzexperten zufolge ist dies die Voraussetzung für eine groß angelegte Platzierung der Aktien an der Börse und eines der möglichen Ausstiegsszenarien der beiden Hauptgesellschafter. "Der Zeitplan ist nach hinten gerutscht", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Mit einer einheitlichen Aktiengattung hätte Pro Sieben Sat 1 dem Bericht zufolge größere Chancen auf einen Einzug in den wichtigsten deutschen Aktienindex Dax, da der Streubesitz größer wäre.

Eine Aktienplatzierung sei für 2011 nun aber eher unwahrscheinlich, so ein anderer Insider gegenüber Reuters. Der Aktienkurs von Pro Sieben Sat 1 hatte zuletzt wieder etwas nachgegeben. Am Montag schloss die Aktie bei 17,25 - im Februar hatte das Papier zeitweise bei über 24 Euro gelegen.

KKR und Permira hatten Pro Sieben Sat 1 Ende 2006 von Investor Haim Saban übernommen. Jörg Rockenhäuser, Deutschlandchef des Finanzinvestors Permira, betonte im Februar im Interview mit der "Welt am Sonntag", dass man es mit einem Ausstieg nicht eilig habe: "Dem Unternehmen geht es gut. Wir spüren da keinen Druck", gab sich der Finanzmanager betont gelassen. dh
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