Pro Sieben Sat 1 Media und Kirch Media werden offenbar zusammengelegt

Donnerstag, 06. September 2001

Die Kirch-Gruppe hat einen Kommentar über eine angeblich geplante Neuordnung des Medienkonzerns abgelehnt. "Solche Spekulationen im Markt kommentieren wir nicht", sagte Kirch-Sprecher Hartmut Schultz der Nachrichtenagentur Reuters. Die "FAZ" hatte zuvor berichtet, Kirch wolle das börsennotierte Unternehmen Pro Sieben Sat 1 Media mit Kirch Media verschmelzen, das bereits mehrheitlich an Pro Sieben Sat 1 beteiligt ist.

Durch eine Fusion entstünde ein börsennotierter Medienkonzern mit einem Umsatz von mehr als sieben Milliarden Mark jährlich, heißt es in dem Bericht. Durch eine Fusion könnte der ursprünglich für 2001 geplante Börsengang von Kirch Media realisiert werden, der bislang immer wieder verschoben worden war.

Unter dem Dach von Kirch Media sind sämtliche Fernsehaktivitäten der Kirch-Gruppe gebündelt. Die Gesellschaft hält 52,5 Prozent an Pro Sieben Sat 1 Media, an dem auch der Axel-Springer-Verlag mit 11,5 Prozent beteiligt ist. Bei der Fusion von Pro Sieben und Sat 1 hatten Kirch und Springer sich gegenseitig die Option eingeräumt, die jeweiligen Anteile zu übertragen.
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