Privatsendern drohen Bußgelder wegen Sexwerbung

Freitag, 18. Januar 2008
Anstößig: Sexwerbung im Teletext
Anstößig: Sexwerbung im Teletext

Die Landesmedienanstalten haben die Videotextseiten mehrerer Privatsender wegen Sexwerbung aufs Korn genommen. Wie die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) mitteilt, wurden bei 13 Sendern bedenkliche Inhalte im Videotext festgestellt. Die betroffenen Sender müssen die entsprechenden Seiten nun bis zum 24. Januar entfernen, sonst drohen hohe Bußgelder. Nach eigenen Angaben hat die KJM die Sender bereits im November angeschrieben, um auf die jugendgefährdenden Inhalte hinzuweisen. "Daraufhin haben wir nur drei Antworten erhalten, die jedoch nicht zufriedenstellend waren", sagt eine Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten. Daraufhin habe man den Sendern in einem zweiten Schreiben eine Frist bis zum 24. Januar gesetzt.

Den Stein ins Rollen gebracht hat offenbar RTL 2. Nach einem Bericht des NDR-Medienmagazins "Zapp" war bei dem Privatsender während des Kinderprogramms am Nachmittag Sexwerbung im Videotext zu sehen. Am heutigen Freitag wollen sich die betroffenen Sender über das weitere Vorgehen abstimmen.
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