Privatradio profitiert von Methodenwechsel bei der Hörfunk-Mediaanalyse

Mittwoch, 05. Juli 2000

Einmal kräftig umgerührt hat die erste telefongestützte Hörfunkmediaanalyse die deutsche Radiobranche. Erwartungsgemäß hat die Umstellung der Methode auf Cati (Computer Assisted Telefone Interview) vor allem den Privatradios genutzt. Denn durch die Telefonumfrage werden jüngere, mobile Hörer besser erfasst. Insgesamt liegen die Privaten mit 10,45 Millionen Hörern erstmals vor den ARD-Radios mit 8,73 Millionen. So bringt es zum Beispiel der NRW-Lokalfunk auf satte 500.000 Hörer mehr (1,33 Millionen), das öffentlich-rechtliche Eins Live legt auf 740.000 zu (plus 140.000). Der reichweitenstärkste Sender WDR 4 kommt auf 1,05 Millionen Hörer. In Hessen erreicht Hit-Radio FFH 700.000 Hörer (plus 210.000), Gegenspieler HR 3 schafft 320.000. Auch den Berliner Markt krempelt Cati um: Marktführer Berliner Rundfunk stürzt auf Platz 3 ab (100.000). Die neue Nummer 1 heißt RS2 (120.000), gefolgt von 104.6 RTL (110.000). Im Osten sorgt Jump für Furore. Das ehemals kränkelnde MDR Life findet mit 220.000 zusätzlichen Hörern jetzt 370.000 Fans.
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