Private TV-Veranstalter fordern Zahlungen der Kabelanlagenbetreiber an Programmzulieferer

Mittwoch, 17. Juni 1998

Die Geschäftsführer von deutschen Privatsendern und der Präsident des Verbandes Privater Rundfunkund Telekommunikation, Jürgen Doetz, haben sich auf dem Medienforum NRW für ein neues Marktmodell im Verhältnis von Kabelanlagenbetreibern und TV-Veranstaltern bei der Einspeisung von TV-Programmenin Kabelnetze ausgesprochen. Zusammen mit den Kabelanlagenbetreibern solle ein Modell entwickelt werden, das wie in den USA Zahlungen der Kabelanlagenbetreiber an die Veranstalter eingespeister TV-Programme vorsehe. Man will die Ausgliederung des Breitbandkabelgeschäfts der Telekom in regionale Betreibergesellschaften dafür nutzen, ein Marktmodell aufzubauen, das den Anlagenbetreibern weitgehende Vermarktungsmöglichkeiten und den Programmzulieferern Einnahmen für die Zulieferung ihrer Programme ermögliche. Weiter heißt es: Um den Anlagenbetreibern entsprechende Vermarktungsspielräume zueröffnen, müsse zukünftig die zur Verbreitung gesetzlich vorgeschriebener Must-carry-Programme aufwenige öffentlich-rechtliche Programme wie ARD, ZDF, Arte, 3Sat und das ortsübliche Dritte beschränkt werden.
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