Print-Vermarkter: "Die Diskussion um Konzentration geht in die falsche Richtung"

Freitag, 24. August 2012
BCN-Chef Andreas Schilling sorgt mit seinen Thesen für ordentlich Wirbel
BCN-Chef Andreas Schilling sorgt mit seinen Thesen für ordentlich Wirbel

Seine Worte haben gesessen: Seit vor vier Wochen Andreas Schilling, Chef des größten deutschen Zeitschriftenvermarkters Burda Community Network (BCN), im HORIZONT-Interview (Ausgabe 30/2012) sein Zukunftsszenario der Branche zeichnete, diskutieren Verlagsverantwortliche und Mediaplaner über Schillings Thesen. Wenn sich der Markt weiter so entwickelt wie derzeit und die Werbemarktanteile der Publikumsmagazine nicht mehr steigen, geht Schilling davon aus, dass es 2015 wohl nur noch „sehr wenige große Zeitschriftenvermarkter" - etwa drei - gebe, neben einigen Nischenanbietern.
Kritisiert Schilling: Klambt-Vermarktungschef Martin Fischer
Kritisiert Schilling: Klambt-Vermarktungschef Martin Fischer
Zieht man die Bruttoumsätze 2011 heran und legt die Zahl der eigenständig bleibenden Zeitschriftenvermarkter - nicht Verlage - spekulativ auf drei fest, dann würde das bedeuten: Von den Großen blieben nur Burda, Gruner + Jahr und Axel Springer übrig.

Und was sagen die Vermarkter auf den Plätzen dahinter? Condé-Nast-Chef Moritz von Laffert hält Schillings Szenario für „durchaus denkbar und plausibel, allerdings zu schwarz-weiß". Er sieht neben Groß- und Nischenvermarktern auch in drei Jahren noch Platz für eigenständige mittelgroße Häuser, die „mit spezifischer Ausrichtung eine Sonderrolle einnehmen".

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Wie diese und andere Verlage ihre Zustimmung zu oder Kritik an Schillings Thesen begründen, und was die Mediaplaner dazu sagen - das lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 34/2012, die am Donnerstag, 23. August erschienen ist.

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Weiter unten im Ranking, bei IQ Media Marketing und der Mediengruppe Klambt, scheiden sich die Geister. Während IQ-Chefin Marianne Dölz die Konsolidierungsthese teilt, teilt Klambts Vermarktungschef Martin Fischer kräftig aus: „Schon die Diskussion um die Konzentration der Vermarkter geht in die falsche Richtung." rp
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