Print-Schicksale: Das Sterben der Auflagenmillionäre

Dienstag, 21. Juli 2009
Allein auf weiter Flur: Der Spiegel
Allein auf weiter Flur: Der Spiegel
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Programmzeitschrift Nachrichtenmagazin Axel Springer


Es wird einsam rund um den "Spiegel". Laut der aktuellen IVW-Zahlen ist das Nachrichtenmagazin mittlerweile der einzige Titel - die Programmzeitschriften einmal ausgeschlossen - der sich noch über eine Auflage von über 1 Million verkauften Exemplaren freuen kann. Alle anderen Dickschiffe sacken im 2. Quartal ab. Lag die verkaufte Auflage von "Bild der Frau" im Vorjahresquartal noch bei 1.056.668 Exemplaren, muss sich der Axel-Springer-Titel nun mit 977.903 verkauften Stück begnügen. Daran ändert auch die Aufstockung der Bordexemplare um rund 20 Prozent nichts.

Das gleiche Schicksal ereilt die "Freizeit Revue". Das Burda-Blatt kam im 2. Quartal 2008 noch auf 1.018.457 Exemplare. Ein Jahr später sind es lediglich 995.962 verkaufte Stück.

Auflagenmillionär "Spiegel" schafft dieses Ergebnis übrigens auch nur aufgrund seiner Bordexemplare in Höhe von 80.639 Stück. Ohne diese kostenlosen Ausgaben für Passagiere von Fluglinien und anderen Unternehmen des öffentlichen Personenverkehrs würde auch er unter die Millionen-Grenze rutschen. jm
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