Print Media Dialog: Zeitungen wollen ihre Online-Auftritte vom Rest des Webs abgrenzen

Montag, 03. Dezember 2007

Zeitungshäuser sehen ihre Zukunft im Internet in hochwertiger Nachrichtenaufbereitung und regionaler Berichterstattung. "Wir müssen alles tun, um unsere Region zu bespielen, sonst werden ausländische Firmen wie Google kommen und auch noch die lokalen Marktplätze besetzen", sagte Ulrich Reitz, Chefredakteur der "WAZ" im Rahmen des von Heidelberger Druckmaschinen veranstalteten Print Media Dialogs 2007. Das WAZ-Portal sei ein erster Schritt zu einem notwendigen Mehr-Channel-Journalismus. In Zukunft soll für die WAZ-Gruppe auch lokales Fernsehen eine Rolle spielen. Obwohl die Diskussionsteilnehmer der Zukunft der Zeitungen durchaus optimistisch entgegen blickten, war man sich über die wachsende Bedeutung der elektronischen Medien einig.

"Wir müssen die Leute ansprechen, die bereit sind, sich für Informationen anzustrengen" findet Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der "Stern"-Chefredkation. Die gegenwärtig angebotenen Internetnachrichten bezeichnete er ohne Umschweife als qualitativ unzureichend und hatte auch für die Online-Auftritte der Tageszeitungen keine guten Worte übrig. Um sich von dem abzugrenzen, was sich sonst im Netz abspielt, müssten Verlage eine Internet-Ästhetik aufstellen. "Print und Internet funktionieren als Hybrid." jf



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