Print-MA: Wirtschaftstitel gewinnen, Jugendtitel mit Verlusten

Mittwoch, 23. Juli 2008
"Focus Money" verzeichnet ein Plus von 25 Prozent
"Focus Money" verzeichnet ein Plus von 25 Prozent

Die großen Nachrichtenmagazine können ihre Leserzahlen im 2. Quartal 2008 weitgehend stabil halten. Nach den Zahlen der aktuellen Media-Analyse (MA 2008 Pressemedien II) verzeichnet der "Focus" 5,71 Millionen Leser pro Ausgabe (LpA). Das Magazin, das erst kürzlich wegen der erstaunlich guten Auflagenentwicklung im 2. Quartal eine heftige Debatte entfacht hatte, legt damit um 2 Prozent zu. Der "Spiegel" erreicht 6,03 Millionen Leser pro Ausgabe und verliert ein Prozent. Der "Stern" hält seine Leserschaft mit 7,47 Millionen LpA (plus 1 Prozent) weitgehend konstant.

Bei den Programmzeitschriften wird der Aufwärtstrend des Springer-Titels "TV Digital" auch von der MA bestätigt: Das Programmie legt um zehn Prozent zu und kommt nun auf 2,36 Millionen Leser pro Ausgabe. Ebenfalls nach oben zeigt die Tendenz bei den Billigtiteln "TV Direkt" und "Nur TV". Deutliche Verluste müssen "Die 2" (minus 24 Prozent) und "Super TV" (minus 16 Prozent) hinnehmen.

Auch bei den Jugendtiteln gehen die Leserzahlen weiter zurück: "Bravo Girl" und "Top of the Pops" verlieren jeweils 20 Prozent, "Bravo" muss ein Minus von 13 Prozent hinnehmen.

Eine positive Tendenz zeigen die Lifestyle-Titel: "Neon" gewinnt 19 Prozent und erreicht jetzt 740.000 LpA. Der "Playboy" legt um 10 Prozent zu und knackt mit 1,09 Millionen Lesern die Millionenmarke.

Auch die Wirtschafttitel legen mehrheitlich zu: "Focus Money" verzeichnet ein Plus von 25 Prozent und erreicht 710.000 LpA, die "Wirtschaftswoche" legt um 16 Prozent zu um kommt nun auf 990.000 Leser. Einen leichten Leserschwund von minus 5 Prozent muss "Capital" hinnehmen.

"Trotz des starken intermedialen Wettbewerbs bleibt die Zeitschriftennutzung bemerkenswert stabil", konstatiert Michael Walter, Vorstand Zeitschriften der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse AG.MA. Natürlich gäbe es Verschiebungen zwischen den Titeln, insgesamt aber bleibe das Reichweitenniveau konstant: "Diese Stabilität macht die Zeitschriften zu einem sehr verlässlichen Werbeträger", so Michael Walter.
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