Print-MA: AG.MA berücksichtigt künftig deutschsprachige Ausländer

Freitag, 16. Juli 2010
Das Gremium präzisiert seine Reichweitenstudie
Das Gremium präzisiert seine Reichweitenstudie

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) definiert die Grundgesamtheit der Media-Analyse für Printmedien neu. Künftig werden auch in Deutschland lebende deutschsprachige Ausländer berücksichtigt. Das heißt, die Grundgesamtheit umfasst nun die "deutschsprachige Bevölkerung in Privathaushalten am Ort der Hauptwohnung in der Bundesrepublik Deutschland ab 14 Jahre". Erstmals werden die Veränderungen in der MA 2010 Pressemedien II und der MA 2010 Tageszeitungen umgesetzt, die Ende Juli erscheinen. Neben der neuen Basis der "Deutschsprachigen" lassen sich in Zukunft auch die Kategorien "Deutsche + Ausländer ab 14 Jahren" sowie "Deutsche ab 14 Jahren" repräsentativ auszählen. Die Grundgesamtheit steigt damit deutlich um 8,8 Prozent auf 70,5 Millionen Menschen an. Das hat Konsequenzen für die Auswertung. So sind die Daten der kommenden MA-Ausweisungen nicht mit denen der Vorjahre vergleichbar. "Mit der Erweiterung der Grundgesamtheit wird die AG.MA dem Wunsch der Medien und der Nutzer nach einer möglichst vollständigen Abbildung der relevanten Verkehrskreise gerecht. Der Markt hat nun weitere Merkmale für eine differenzierte Planung. Der Nachteil, dass MA-Zeitvergleiche nur noch mit einer barocken Fülle methodischer Fußnoten durchgeführt werden können, wird durch die Vorteile einer umfassenderen und präziseren Medienbewertung mehr als nur kompensiert", erläutert Ulrich Becker, Vorstand Tageszeitungen in der AG.MA.

Von der Neudefinition werden die Printtitel je nach Gattung und Verbreitungsgebiet unterschiedlich profitieren. Gerade Titel, die in Ballungsräumen und Großstädten genutzt werden, können sich über größere Reichweitensteigerungen freuen als Titel mit eher ländlichen Verbreitungsgebieten, wo der Ausländeranteil im Allgemeinen geringer ist. bn 
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