Print-Krise: Guardian-Chef will nur noch ins digitale Geschäft investieren

Freitag, 20. Februar 2009

In Großbritannien verlieren immer mehr Verlage den Glauben an ihr traditionelles Kerngeschäft. „Die Geschäftsmodelle der führenden britischen Zeitungen ergeben keinen Sinn", erklärt kein geringerer als Tim Brooks, Chef der britischen Mediengruppe Guardian News & Media ("Guardian", "Observer", guardian.co.uk), in einem Interview mit „Printweek", das am heutigen Freitag veröffentlicht wird. Angesichts der Verluste bei den Auflagen und dem Boom des Nachrichtenmediums Internet kommt Brooks zu der Erkenntnis, dass die Verlage ihre Aktivitäten dringend überdenken müssen, um profitabel arbeiten zu können. Für den Manager ist es ein Fakt, dass „die Qualitätspresse unter dem Strich nicht profitabel" ist. Brooks schließt daher aus, jemals wieder ein Printprodukt auf den Markt zu bringen. „Alle zukünftigen Investitionen werden ins digitale Geschäft fließen." mas
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