Price Waterhouse Coopers: Medienbranche verzeichnet weltweites Wachstum

Dienstag, 14. Juni 2011
Price Waterhouse Coopers sitzt in Frankfurt
Price Waterhouse Coopers sitzt in Frankfurt

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Price Waterhouse Coopers (Pwc) hat in der Studie "Global Entertainment and Media Outlook" ein anhaltendes Wachstum in der globalen Medienbranche festgestellt. Im vergangenen Jahr seien die Erlöse aus Werbung, Konsumentenausgaben und Zugangsentgelten weltweit um 4,6 Prozent auf rund 1,42 Billionen US-Dollar gestiegen. Der Umsatz digitaler Medien nahm bereits ein Viertel aller weltweit generierten Erlöse ein. Für die kommenden Jahre prognostiziert Pwc ein weltweit anhaltendes Umsatzwachstum der Branche. Zwischen 2011 und 2015 sollen die Erlöse um 5,7 Prozent auf gut 1,87 Billionen Dollar steigen. Auf Deutschland sollen im gleichen Zeitraum rund 1043 Milliarden Dollar entfallen, was einem Wachstum von 3,4 Prozent jährlich entspricht. Damit wäre Deutschland nach den USA, Japan und China weltweit der viertgrößte Medienmarkt.

Immer wichtiger bei den Umsätzen im globalen Medienmix werden digitale Angebote. Im Jahr 2015 sollen nach der Pwc-Prognose über ein Drittel des weltweiten Umsatzes auf digitale Medien entfallen. Dieser Trend sei vor allem der stärkeren Verbreitung von Internet sowie dem Smartphone- und Tablet-Bomm geschuldet.Die Entgelte aus mobiler Internetnutzung sollen bis 2015 auf fast 155 Milliarden Dollar steigen.

Für die Werbung bedeutet dies, dass digitale Kanäle immer wichtiger werden: Die Erlöse aus mobiler Werbung sollen nach der Pwc-Studie im Jahre 2015 fast 8,7 Milliarden Dollar betragen. Das wichtigste Werbemedium bleibe jedoch das Fernsehen. Die Erlöse aus TV-Spots und Werbesendungen werden jährlich etwa 6,5 Prozent klettern und im Jahre 2015 voraussichtlich 232 Milliarden Dollar betragen.

Außerdem prognostiziert die Studie globale Verschiebungen im Medienmarkt: Bereits 2013 könnte demnach Europa mit 554 Milliarden Dollar Umsatz größter Medienmarkt vor Nordamerika (549 Miliarden Dollar) sein. Das stärkste Wachstum mit 11,6 Prozent auf rund 148 Milliarden Dollar im Jahre 2015 wird die Region China verzeichnen, gefolgt von Brasilien mit 10,5 Prozent Wachstum und 109 Milliarden Dollar Umsatz. ire
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