Presserat weist Beschwerde von "Pussy Riot" gegen die "FAS" zurück

Mittwoch, 13. März 2013
Der Artikel ist auf FAZ.NET zugänglich (Screenshot: FAZ.NET)
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Der Deutsche Presserat hat die Beschwerde eines Mitglieds der russischen Punkband Pussy Riot gegen die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" als unbegründet zurückgewiesen. Die "FAS" hatte unter der Überschrift "Lady Suppenhuhn" kritisch über die Aktionen der russischen Künstlergruppe Woina und das Pussy-Riot-Mitglied Nadeschda Tolokonnikowa berichtet. In dem im August 2012 veröffentlichten Text verglich der Autor die "vulgären Provokationen" der Künstlergruppe mit der ersten Generation der RAF. Unter anderem hieß es in dem Artikel: "Parallelen zur ersten RAF-Generation gibt es auch in der Rücksichtslosigkeit gegenüber den eigenen Kindern." So berichtete die "FAS" über einen Unfall der Tochter von Tolokonnikowa, bei dem sich das Kind schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte.

Der Anwalt der Sängerin wandte sich daraufhin in einem Schreiben an den Presserat und warf der Zeitung vor, private Informationen und Gerüchte ungeprüft aus staatlichen russischen Medien übernommen zu haben. Die "FAS" konnte allerdings überzeugend nachweisen, dass der von Tolokonnikowas Anwalt bestrittene Vorgang vom Sprecher der Künstlergruppe "Woina" verbreitet worden war. dh
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