Presse-Grosso rechnet mit deutlichem Minus für 2008

Donnerstag, 11. September 2008
Verbandsgeschäftsführer Kai-Christian Albrecht
Verbandsgeschäftsführer Kai-Christian Albrecht

Im 1. Halbjahr 2008 mussten die Verlage nicht nur im Anzeigengeschäft, sondern auch im Kioskumsatz spürbare Rückgänge hinnehmen. Der Bundesverband Presse-Grosso meldet ein Minus von 2,1 Prozent für den reinen Presseumsatz. Insgesamt weist der Verband eine Presseumsatz von 1,303 Milliarden Euro aus sowie einen Branchenumsatz zu Abgabepreisen an den Einzelhandel von 1,347 Milliarden Euro.  Auch für das Gesamtjahr ist die Prognose rückläufig: "Trotz intensiver Marktbearbeitung müssen wir uns darauf einstellen, dass wir die Vorjahreswerte nicht halten können und mit einem deutlichen Minus abschließen", so Verbandsgeschäftsführer Kai-Christian Albrecht gegenüber HORIZONT.NET. Schon im Vorjahr war der Presseumsatz im Vergleich zu 2006 um 2,54 Prozent gesunken.

Ohne die Fußball-Europameisterschaft hätten die Zahlen für die ersten sechs Monate des Jahres noch verheerender ausgesehen. Albrecht: "Dank Fan-Artikeln und Sammelbildern zur EM lief das 2. Quartal insgesamt etwas besser. In den Sommermonaten ist der Absatz und Umsatz aber richtiggehend eingebrochen, teilweise um 8 Prozent."

Der Presseabsatz belief sich im 1. Halbjahr auf 1,421 Milliarden Exemplare - 4,48 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, der gesamte Absatz auf 1,497 Millairden Exemplare, das sind 1,49 Prozent weniger. pap
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