Presse-Grosso büßt Umsatz ein

Mittwoch, 06. März 2002

Die seit 1998 anhaltende negative Umsatzentwicklung im Pressegroßhandel hat sich weiter verschärft: Im vergangenen Jahr ist der Presseumsatz zu Abgabepreisen an den Einzelhandel um 2,1 Prozent auf 3 Milliarden Euro zurückgegangen. Damit liegt der Umsatz auf dem Niveau von 1994. Besonders belastend war die Entwicklung im Segment der Wirtschaftspresse, das einen Umsatzeinbruch von über 50 Prozent verzeichnete.

Ebenso deutliche Umsatzeinbußen mussten die Frauenpresse und die Programmies verkraften, zwei der wichtigsten Säulen des Pressegroßhandels. Auch die Prognose für 2002 ist alles andere als rosig: "Das Presse-Grosso steht erneut vor einem schwierigen Jahr, die wirtschaftlichen Daten sind besorgniserregend", sagt Werner Schissl, Vorsitzender des Bundesverbandes Presse-Grosso.

Indes hat die Gesellschafterversammlung der Presse-Grosso-Marketing (PGM) beschlossen, die 1998 gegründete PGM künftig in den Bundesverband Presse-Grosso zu integrieren. Neuer Geschäftsführer ist Kai-Christian Albrecht, der auf Christian Tappe folgt. Die Gesellschaft soll weiter für die Betreuung verbandsnaher Projekte, darunter die Organisation von Veranstaltungen, Verkaufsfördermaßnahmen, Aus- und Weiterbildung und für die Vermarktung von Online-Projekten zuständig sein.
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