Premiere wird über Entavio verbreitet

Donnerstag, 19. April 2007

SES Astra hat Premiere als Kunden für seine digitale Satellitenplattform Entavio gewonnen. Der Startschuss für das umstrittene Projekt fällt im September. Die Vereinbarung markiert für Astra einen Meilenstein bei der Etablierung ihrer neuen Satellitenplattform: Premiere räumt Entavio Zugang den 2,5 Millionen Premiere- und Premiere-tauglichen Satelliten-Receivern in deutschen Fernsehhaushalten ein. Damit kann Entavio bereits zum Start eine relevante Reichweite bieten. "Die Vereinbarung mit Premiere ist ein großer Schritt für Entavio und gibt dem neuen Satellitenanschluss die notwendige kritische Masse für den bevorstehenden Marktstart", sagt Ferdinand Kayser, Vorstandsvorsitzender von SES Astra.

Auch Pemiere-Chef Georg Kofler erhofft sich durch die Vereinbarung eine steigenden Reichweite: "Dem adressierbaren Digital-Receiver gehört die Zukunft. Entavio wird mit Premiere wachsen - und Premiere mit Entavio. Wir rechnen damit, dass bereits 2008 die Zahl der verkauften Satelliten-Receiver, über die Premiere empfangen werden kann, doppelt so hoch liegen wird wie 2007."

Der Start von Entavio wurde bislang von zahlreichen Schwierigkeiten begleitet. Die Plattform soll neben Pay-TV-Angeboten auch die Grundverschlüsselung von Free-TV-Sendern ermöglichen. Die Sender der RTL Gruppe und von MTV Networks sollen über Entavio grundverschlüsselt verbreitet werden. Dieses Vorhaben sorgte für heftige Kritik von Medienwächtern und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Nach einer drohenden Abmahnung durch das Bundeskartellamt hatte sich im Dezember die Pro-Sieben-Sat-1-Gruppe aus dem Projekt zurückgezogen. dh

Meist gelesen
stats