Premiere will im Internet zocken

Mittwoch, 26. Oktober 2005
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Abosender SZ Spielbank Georg Kofler


Der Abosender Premiere will nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" den deutschen Spielbanken, die meist dem Staat gehören, mit Internet-Casinos Konkurrenz machen. Noch lehnt Bayern private Wettanbieter aber ab. Dennoch spekuliert Premiere auf eine umfassende Lockerung des langjährigen Staatsmonopols bei Glücksspielen. Nach dem Start eines Pferdewetten-Kanals vor drei Monaten sollen nach einem internen Strategie-Papier in den nächsten beiden Jahren rasch weitere Angebote folgen: Sportwetten, die Vermittlung von Lotto-Einsätzen und eine Casino GmbH, die Roulette, Black Jack und Poker via Internet anbietet. Dem 50-seitigen Papier zufolge, das von September stammt, spricht Premiere bereits mit internationalen Online-Casinos wie Party Poker oder 888 über Kooperationen.

Senderchef Georg Kofler hofft auf zusätzliche Erlöse, damit Premiere schneller wächst. Der neue Geschäftszweig mit der Dachmarke Premiere Win soll 2008 schon eine Milliarde Euro Umsatz bringen, davon 400 Millionen Euro bei Sportwetten, 300 Millionen Euro bei Online-Casinos und jeweils 150 Millionen Euro bei Pferdewetten und der Vermittlung von Lottoeinsätzen mit Tipp-Gemeinschaften. nr



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