Premiere will Personal Videorecorder anbieten

Montag, 21. Juni 2004

Die deutschen TV-Manager fühlen sich durch neue Wettbewerber und technische Entwickungen in Zuge der Digitalisierung nicht bedroht. "Nur weil es die Technik gibt, wird sie noch lange nicht von allen genutzt", sagte RTL-Chef Gerhard Zeiler auf dem Medienforum in Köln. Nur Masochisten würden sich "Wer wird Millionär" zeitversetzt mit Hilfe eines Personal Videorecorder (PVR) anschauen wollen. An die Adresse des Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland (KDG) stellte Zeiler die Forderung: "Beginnen sie endlich mit der Digitalisierung, aber zu vernünftigen Konditionen!" Zeiler setzt sich für ein Modell nach US-Vorbild ein, bei dem attraktivere Sender Gebühren von den Kabelgesellschaften bekommen.

Premiere-Chef Georg Kofler hat sogar vor, im Herbst PVR anzubieten, über die man auch Premiere Top-Filme gegen Gebühr herunterladen kann. PVR böten auch eine Chance, den Rückkanal zu etablieren, den es bisher in Deutschland nicht gibt. Zudem freut sich Kolfer auf neue digitale Anbieter: "Ich lade jeden ein, sein Programm auf Premiere zu veranstalten, denn das ist bisher die einzige digitale Plattfom, die in Deutschland funktioniert." Pro-Sieben-Sat-1-Chef Guillaume de Posch wartet noch immer auf ein Angebot von KDG für die Verbreitung seines geplanten Programmbouquets. Was die Bedrohung durch PVRs angeht, de Posch auf den britischen Sender BskyB, bei dem von 7 Millionen Abonnenten nur rund 300.000 PVR nutzten - die meisten verwendeten die Geräte nicht für Ausblenden von Werbung, sondern für Archivfunktion. he
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