Premiere wehrt sich gegen Kaufavancen Haim Sabans

Freitag, 12. März 2004

Der Abosender Premiere steht nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ unter Druck des US-Investors Haim Saban. Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler bestätigte Informationen der des Blattes, wonach es Anfang März im Zusammenhang mit dem Poker um die Fußball-Bundesliga einen konkreten Vorstoß von Saban mit dem Ziel gab, sich an Premiere zu beteiligen und so einen neuen TV-Konzern zu schaffen. Saban hat bereits Pro Sieben Sat 1 Media übernommen.

Demzufolge habe der US-Investor damit gedroht, Premiere die Bundesliga wegzukaufen und bei Sat.1 abzuspielen. „Diesem Druck werden wir uns nicht beugen“, sagte Kofler. „Unser Ziel ist nach wie vor der Börsengang von Premiere als eigenständiges Unternehmen.“ Er gehe auch davon aus, wieder den Zuschlag für die Fußball-Bundesliga zu erhalten, sagte Kofler. Mehrheitseigner von Premiere ist die Investmentgesellschaft Permira, 20 Prozent gehören Kofler, den Rest besitzen die Bayerische Landesbank und die HypoVereinsbank. nr
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