Premiere verzeichnet Gewinneinbruch

Donnerstag, 11. Mai 2006

Der Verlust der Bundesliga an Arena scheint sich für Premiere bemerkbar zu machen.Nach den ersten drei Monaten des Jahres 2006 zählt Premiere 3.521.756 Abonnenten-Haushalte, das sind 44.698 weniger als zum Jahresende 2005. Im Jahresvergleich verzeichnet der Pay-TV-Anbieter allerdings einen Zuwachs um 6,8 Prozent gegenüber 3.298.680 Abonnenten im ersten Quartal 2005. Auch beim Ertrag muss Premiere Einbußen hinnehmen: Das Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen liegt im ersten Quartal 2006 bei 9,5 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 22,7 Millionen Euro). Das Nettoergebnis sinkt damit auf minus 18,3 Millionen Euro, gegenüber minus 3,4 Millionen Euro im ersten Quartal 2005.

Der Gesamtumsatz ist im selben Zeitraum hingegen um 25,9 Millionen Euro auf 273,3 Millionen Euro gestiegen. Dies entspricht einem Plus von 10,5 Prozent.

Georg Kofler, Vorstandsvorsitzender bei Premiere erklärt dazu: "Das erste Quartal liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Trotz der Unsicherheit nach der Vergabe der Bundesliga-Rechte ist es Premiere gelungen, die Kundenbasis zu stabilisieren." Mit dem Einstieg von Arena in die Bundesliga-Übertragungen hatte Premiere das Exklusivitätsrecht an den Sportveranstaltungen verloren. Die Münchner versuchen aber über das IP-TV-Angebot der Deutschen Telekom doch noch an die Bundesliga-Spiele zu kommen.

Der veränderten Wettbewerbssituation will sich Premiere mit einer flexiblen Preis- und Angebotsstruktur stellen, die ab August gilt. So wird es das neue Abonnement "Premiere Fußball International" bereits ab 9,99 Euro im Monat geben. In diesem Fußball-Paket sind alle 125 Spiele der Uefa Champions League sowie die "Premiere Euroliga" mit Live-Fußball aus sieben europäischen Top-Ligen enthalten. se

Meist gelesen
stats