Premiere steuert Gewinnzone an

Mittwoch, 16. April 2003

Der Abo-Sender Premiere verzeichnet im 1. Quartal 2003 ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31 Prozent auf 237 Millionen Euro. Der Sender konnte seine operativen Kosten von 357 Millionen Euro um 31 Prozent auf 246 Millionen Euro zurüchschrauben. Damit konnte das negative Ebitda von 176 Millionen Euro auf 9 Millionen Euro reduziert werden. "Premiere hält direkt und konsequent Kurs auf die Gewinnzone. Wir sind mehr denn je überzeugt, dass Abofernsehen auch im deutschsprachigen Markt erfolgreich werden kann", erklärt Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler. Die Kündigungsrate sinkt von 18,6 Prozent auf 12,8 Prozent und erreicht damit den niedrigsten Stand.

In Österreich ist der Sprung in die Gewinnzone bereits geglückt. Die 100-prozentige Premiere-Tochter legte um 25 Prozent zu und erreicht einen Umsatz von 13,4 Millionen Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich von minus 5,2 Millionen Euro auf ein positives Ebitda von 275.000 Euro. Aufgrund des positiven Verlaufs im 1. Quartal korrigiert Kofler seine Prognose für 2003. Bei einem Gesamtumatz von 900 Millionen Euro rechnet Premiere mit einen operativen Verlust von weniger als 60 Millionen Euro. Zuvor lag die Prognose bei minus 80 Millionen Euro.

Die Kundenbindung wird forciert: Nach einem positiven Testlauf kommt ab Mai die Programmzeitschrift von Premiere als Pocket-Format heraus. Das überarbeitete Format enthält ein Filmlexikon, das jeden Monat Beschreibungen zu allen auf Premiere 1 bis 7 laufenden Filmen bietet. Das bisherige Beiheft mit Prämienangeboten der Premiere-Freundschaftswerbung wurde in das Magazin integriert. Ein Lesezeichen sorgt zudem für eine bessere Orientierung. In dem im Februar durchgeführten Feldtest erhielten 50.000 Abonnenten ein Musterexemplar des neuen Titels, mit 500 Premiere-Kunden führte TNS Emnid zudem eine telefonische Befragung durch. sch

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