Premiere steht vor Abschluss der Investorenverhandlungen

Donnerstag, 28. November 2002

Der Pay-TV-Sender Premiere bekommt nach Informationen der "Financial Times Deutschland" einen neuen Eigentümer. Die Frankfurter Investmentgruppe Permira wolle für rund 1,2 Milliarden Euro die Mehrheit an Premiere übernehmen und verhandle derzeit exklusiv mit Management und Gläubigerbanken. Die Gespräche sollten spätestens bis Weihnachten abgeschlossen sein. Ein Scheitern der Verhandlungen gelte als unwahrscheinlich.

Laut "FTD" will Permira rund 250 Millionen Euro in bar für Einstieg bezahlen und zusätzlich Bankschulden von insgesamt 950 Millionen Euro übernehmen. Im Gegenzug würden die Gläubigerbanken, Bayerische Landesbank, HypoVereinsbank und Bawag die verbleibenden Kreditforderungen von knapp 800 Millionen Euro einfrieren bis Premiere wieder operative Gewinne einfährt. Dies werde frühestens Anfang 2004 der Fall sein. Sollte der Geschäftsplan bis dahin eingehalten werden, werde Permira noch einmal bis zu 150 Millionen Euro in Premiere investieren.
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