Premiere sichert sich Formel 1

Freitag, 14. Februar 2003

Der Abo-TV-Sender Premiere hat sich für weitere vier Jahre die Live-Übertragungsrechte für die Formel 1 gesichert. Die Zuschauer können auf 6 Kanälen bis zu 13 Stunden jeden Grand Prix live verfolgen. Der Vertrag läuft bis Ende 2006. Einig geworden ist sich Premiere auch mit allen großen Hollywood-Studios, so dass die "Filmversorgung des Senders über die nächsten Jahre gesichert" ist, erklärt Premiere-Chef Georg Kofler. 90 bis 95 Prozent aller Kinofilme würden somit bereits ein Jahr vor Ausstrahlung im Free-TV auf Premiere zu sehen sein.

Mit den amerikanischen Kultserien "Six feet under" und "Band of Brothers" werde eine "neue Ära der TV-Unterhaltung" in Deutschland eingeleitet, so Kofler weiter. "Six feet under", Start ist am 13. April, wurde von Oscarpreisträger Alan Ball ("American Beauty") entwickelt und sei der "neue Star am amerikanischen Fernsehhimmel." Die zehnteilige Serie "Band of Brothers" ist die teuerste Serie, die je gedreht wurde. Das Kriegsepos wurde von Steven Spielberg und Tom Hanks produziert und startet am 3. April. Ab 1. April wird der "brüllende MGM-Löwe für alle Premiere-Abonnenten zum vertrauten Haustier", sagt Kofler weiter. Denn MGM erhält zu diesem Termin einen eigenen Filmkanal. Im Mittelpunkt stehen Filme der 80er und 90er Jahre wie "Platoon", "Terminator" oder "Rocky".

Zudem will Premiere noch in diesem Jahr Quoten von der GfK messen lassen. Entsprechende Verhandlungen mit der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung laufen. Das eigene Premiere-Panel wird aufgelöst. Ende Februar soll eine umfassende Kampagne der Düsseldorfer Werbeagentur Goldammer für Premiere starten. Der Etat liegt in zweistelliger Millionenhöhe.
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