Premiere löst sich auch bei Programmverschlüsselung von Kirch

Donnerstag, 10. Oktober 2002

Der Pay-TV-Sender Premiere bekommt künftig die Geräte für die Entschlüsselung seiner Programme exklusiv von SCM Microsystems geliefert. Bisher erfolgte die Verschlüsselung über die Software Betacrypt und war integrierter Bestandteil der Premiere-Set-Top-Box. Die SCM-Zugangsmodule können dagegen mit den Set-Top-Boxen verschiedener Hersteller verwendet werden und entbinden Premiere-Kunden damit von dem Kauf einer speziellen Premiere-Box. Mit dem neuen Verschlüsselungssystem hofft Premiere zudem, die Anforderungen der Landesmedienanstalten hinsichtlich des Jugendschutzes zu erfüllen.

Premiere-Chef Georg Kofler möchte das Programm um Pornofilme erweitern, ist aber bisher mit diesem Anliegen an den Bedenken der Medienwächter gescheitert. Fortgeschrittener sind dagegen Koflers Verhandlungen mit den US-Filmstudios zur Sicherung weiterer Programmlieferungen. Wie "Financial Times Deutschland" meldet soll ein Abschluss mit Metro-Goldwyn-Mayer, Warner Brothers sowie Paramount unmittelbar bevorstehen. Die Preise für die neuen Filmpakete belaufe sich jeweils auf eine niedrige zweistellige Millionensumme belaufen.
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