Premiere gewinnt neue Kunden und reduziert Umsatzziele

Donnerstag, 19. Juli 2007
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Premiere hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr heruntergeschraubt, nachdem die Kooperation mit Arena für mehrere Monate auf Eis lag. Der Umsatz ging von 269,3 Millionen Euro im Vorjahresquartal um knapp 15 Prozent auf 229,1 Millionen Euro zurück. Beim operativen Ergebnis ist Premiere in den schwarzen Zahlen: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreicht im 2. Quartal 10,2 Millionen Euro nach einem Minus von 21,8 Millionen im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich bleibt jedoch ein Verlust von 32,6 Millionen. Durch die Aussetzung der Vermarktung von Arena und die Überprüfung der Kooperation durch das Bundeskartellamt muss Premiere seine Umsatzziele für das laufenden Jahr nach unten korrigieren. Bis Ende 2007 sollen die Erlöse 1,04 bis 1,05 Milliarden Euro erreichen, das EBITDA wird in einer Bandbreite zwischen 80 und 100 Millionen Euro erwartet.

Bei den Abonnentenzahlen hat Premiere die Trendwende geschafft: Gegenüber dem 1. Quartal gewannen die Münchner rund 12.000 neue Kunden dazu, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rund 30.000. Insgesamt hat Premiere zurzeit 3,47 Millionen Abonnenten.

Bis Jahresende rechnet Premiere mit 4,4 Millionen Kunden: 3,7 Millionen direkte Premiere-Abonnenten und rund 700.000 Kunden über Arena und Unity Media. 2008 will Premiere-Chef Georg Kofler die Marke von 4 Millionen zahlenden Kunden allein für Premiere knacken, dazu sollen Arena, Unity Media und die Deutsche Telekom 750.000 Abonennten beisteuern. "2008 ist im deutschen TV-Markt der bisher stärkste Digitalisierungsschub zu erwarten - und Premiere kann davon direkt profitieren", so Koflers Erwartung. dh

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