Premiere World will Kabelnetzgesellschaften mit Umsatzbeteiligung locken

Mittwoch, 24. Oktober 2001

Um sein defizitäres Bezahlfernsehen aus den roten Zahlen zu führen, hat der zur Kirch-Gruppe gehörende Sender Premiere World Verhandlungen mit den Kabelnetzgesellschaften über eine gemeinsame Vermarktung des Programms aufgenommen. Premiere World stellt den Netzbetreibern dafür eine Umsatzbeteiligung in Aussicht. "Ein Anteil im zweistelligen Prozentbereich ist möglich", erklärte Ferdinand Kayser, Geschäftsführer der Premiere-Holdinggesellschaft Kirch Pay TV gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Bisher zahlen die TV-Sender fixe Durchleitungsgebühren an die Netzbetreiber. Eine Beteiligung am Umsatz wäre ein Novum.

Premiere World sieht sich offenbar in Zugzwang, nachdem E-Kabel in Hessen damit begonnen hat, seine Kabelkunden mit Decodern auszustatten, über die Premiere nicht zu empfangen ist und Liberty Media auf den Münchner Medientagen einen ähnlichen Schritt angekündigt hat.

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