Premiere: Welt-Gruppe schreibt schwarze Zahlen

Dienstag, 26. Februar 2008
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Nach mehreren Redaktionsfusionen hat Axel Springer es geschafft: Die „Welt“-Gruppe schreibt schwarze Zahlen. In einer Mail an die Mitarbeiter der Riesenredaktion, die „Welt“, „Welt am Sonntag“, „Welt Kompakt“, „Berliner Morgenpost“ und welt.de bestückt, verkünden die Verlagsleiter und Chefredakteure der Blätter einen hohen einstelligen Millionengewinn für 2007.  "Erstmals seit Bestehen unserer Gruppe konnte die Profitabilität erreicht werden", heißt es in der Mail, die HORIZONT.NET vorliegt. Im Jahr 2006 verbuchte die Gruppe noch einen Verlust. 

Interne Mail: Erstmals seit Bestehen unserer Gruppe konnte die Profitabilität erreicht werden“
Zum Abschneiden der einzelnen Titel machen Christoph Keese („Welt am Sonntag“, welt.de und Vorsitzender des Chefredakteur-Gremiums), Thomas Schmid („Welt“), Carsten Erdmann („Berliner Morgenpost“) sowie die Verlagsgeschäftsführer Peter Würtenberger und Ulrich Lingnau keine Angaben. Die „Welt“ war seit ihrer Gründung defizitär.

Die Redaktionsfusionen der vergangenen Jahre haben die Kostenstruktur verschlankt, die Gründung der „Welt Kompakt“ konnte die Auflage der gemeinsam ausgewiesenen Titel verbessern. Ob die „Welt“ es allein in die schwarzen Zahlen geschafft hätte und in wie weit die anderen Titel Verluste der „Welt“ kompensieren mussten, bleibt damit unklar.
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