Premiere-Halbjahresbilanz: Verlust niedriger als erwartet

Mittwoch, 06. August 2003
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Georg Kofler Gesamtumsatz


Die Pay-TV-Plattform Premiere kommt dem Turn-around Stück für Stück näher. Bei einem Gesamtumsatz von mehr als 900 Millionen Euro rechnet das Münchner Unternehmen in diesem Jahr mit einem operativen Verlust von weniger als 40 Millionen Euro. Im Februar war den neuen Gesellschaftern noch ein negatives Ebitda von 80 Millionen in Aussicht gestellt worden. Im April hatte Geschäftsführer Georg Kofler die Verlustprognose bereits auf 60 Millionen Euro reduziert.

Mut zur Hoffnung gibt die Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 471 Millionen Euro. Gleichzeitig wurden die operativen Kosten um 24 Prozent auf 486 Millionen Euro gesenkt. Damit verringerte sich der Verlust in den ersten sechs Monaten von 264 auf 15 Millionen Euro. Die Kündigungsrate ging im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 2 Prozentpunkte auf 13,5 Prozent zurück.

Auch bei der Neugewinnung von Kunden liegt Premiere im Aufwärtstrend. Ende Juli hatten 2,7 Millionen Haushalte den Pay-TV-Kanal abonniert. Der neue Wettkanal, der zum Auftakt der Bundesliga seinen Einstand feierte, verbuchte ebenfalls einen erfolgreichen Auftakt. Die per SMS und Telefon angenommenenen Registrierungen und Wetten liegen nach Angaben des Crossmedia-Dienstleisters Content Logic um mehr als 150 Prozent über den Erwartungen. "Wir sehen dem 2. Halbjahr mit Zuversicht entgegen", erklärt der Senderchef: "Die Geschäftsentwicklung zeigt, dass unser Ziel, im 1. Quartal 2004 operativ schwarze Zahlen zu schreiben, realistisch ist." sch

Mehr über die Zukunftsstrategien von Premiere verrät Georg Kofler im ausführlichen Interview im HORIZONT-Magazin, das an diesem Donnerstag erscheint.
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