Premiere-Chef Börnicke fordert Aus für Sportschau

Donnerstag, 12. Juni 2008
Vorstandschef des Pay-TV-Anbieters, Michael Börnicke
Vorstandschef des Pay-TV-Anbieters, Michael Börnicke

Auf der heutigen Hauptversammlung von Premiere in München verkündete der Vorstandschef des Pay-TV-Anbieters, Michael Börnicke, ehrgeizige Wachstumsziele - trotz eines geringen Abonnentenwachstums und einem Nettoverlust von 28,7 Millionen Euro im 1. Quartal. Mittel- bis langfristig soll die Zahl der Kunden bei bis zu 10 Millionen liegen. Der Umsatz soll auf 2 auf 3 Milliarden Euro steigen und die Ebitda-Marge auf 20 bis 30 Prozent. Zum Vergleich: 2007 hatte das Unternehmen mit rund 4,3 Millionen Kunden einen Umsatz von 984,5 Millionen Euro erzielt. Die Ebitda-Marge betrug 8,5 Prozent.

Einen Impuls erhofft sich Börnicke von der Einführung eines neuen Verschlüsselungssystem bis zum Ende des 3. Quartals 2008. Neben einer neuen Version von Nagravision soll bis zum Herbst die Verschlüsselungstechnik "Videoguard" von NDS, einer Tochter des Anteilseigners News Corporation, für die Ausstrahlung über Satellit eingeführt werden. Auch die Umstellung von digitalem auf analoges Fernsehen soll Wachstum bringen.

Für die Vergabe der Bundesliga-Rechte ab 2010 an Premiere zeigte sich Börnicke optimistisch. Ein Dorn im Auge ist ihm die "Sportschau" der ARD. Zusammenfassungen der Spiele dürften am Samstag frühestens um 22 Uhr zu sehen sein.
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