Premiere: Aktionäre stimmen Kapitalerhöhung zu

Freitag, 27. Februar 2009
Etappensieg für Premiere-Boss Mark Williams: Die Kapitalerhöhung ist beschlossen
Etappensieg für Premiere-Boss Mark Williams: Die Kapitalerhöhung ist beschlossen

Nach einem mehrstündigen Schlagabtausch mit dem Premiere-Management haben die Aktionäre gestern Abend der geplanten Kapitalerhöhung des Pay-TV-Unternehmens zugestimmt. Bei der außerordentlichen Hauptversammlung in München waren 63,2 Prozent des Grundkapitals vertreten. Davon haben 99,6 Prozent die Kapitalerhöhung in Höhe von 412 Millionen Euro abgenickt.  Neben Rupert Murdochs Newscorp, die 29 Prozent an Premiere hält, ist damit doch noch die große Mehrheit dem Aufruf von Premiere-CEO Mark Williams gefolgt, der appelliert hatte, seinem Sanierungskonzept zuzustimmen. Einige Aktionäre haben jedoch Widersprüche eingereicht, teilt Premiere mit. In der außerodentlichen Hauptversammlung war besonders kritisiert worden, dass Williams, der seit Jahren für die Newscorp tätig ist, das Sanierungskonzept nicht öffentlich macht.

Der seit September 2008 amtierende Premiere-CEO will die Abonnentenzahlen steigern und dazu im 2. Halbjahr eine millionenschwere Werbekampagne starten. Außerdem sollen die Angebote neu geschnürt und der Kundenservice verbessert werden. Dafür braucht Williams Geld. Neben den Mitteln aus der Kapitalerhöhung haben sich die Banken bereit erklärt, nach der Kapitalerhöhung weitere 525 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. pap
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