Preispolitik und Marketingstrategie entscheidend für Erfolg von Pay-TV

Dienstag, 19. Oktober 1999

Preispolitik und Marketingstrategie werden die Entwicklung des deutschen Pay-TV-Marktes entscheidend beeinflussen. Das ist ein Ergebnis einer Studie, die das Adolf-Grimme-Institut im Auftrag der Universal Studios Networks Deutschland durchgeführt hat und die heute auf den Medientagen München präsentiert wurde. Die Untersuchung, deren vollständige Ergebnisse Anfang Dezember vorliegen, beruht unter anderem auf der Befragung von rund 1000 Fachleuten aus der Medienbranche. Nach Meinung der Experten sind die Bundesbürger bereit, rund 35 Mark monatlich für Pay-TV auszugeben. Zwar gilt die Werbefreiheit als wichtigste Motivation (40,3 Prozent) für ein Pay-TV-Abo, doch gehen die Fachleute davon aus, dass die Werbeeinnahmen künftig neben den Abogebühren bis zu 20 Prozent der Finanzierung von Pay-TV-Angeboten ausmachen können. Bis zum Jahr 2003 erwarten die Befragten ein Marktpotenzial von rund 3,6 Millionen Abonnenten. "Durch preispolitische und andere Strategien lässt sich dieses Potenzial aber noch steigern", sagt Hans Paukens, Geschäftsführer des Adolf-Grimme-Instituts. Auch für die Konvergenz-Debatte bringt die Untersuchung neue Ergebnisse: Danach ist die Konvergenz in der Nutzung zwischen Pay-TV und Online-Medien geringer als bisher angenommen. Paukens: "Die Nutzungssituation und die Nutzungsbedürfnisse unterscheiden sich gravierend - über Pay-TV werden vorwiegend die Unterhaltungsbedürfnisse befriedigt, Online-Angebote zielen auf Service- und Informationsbedürfnisse.
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