Post Studie: Verlage sehen Wende ab 2010

Donnerstag, 01. Oktober 2009
Keine Erholung im Printmarkt 2009
Keine Erholung im Printmarkt 2009
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Werbekrise Verlag Deutsche Post DHL


Beinahe 40 Prozent der Verlagschefs glauben, dass die Werbekrise mehr  strukturelle als konjunkturelle Gründe hat. Fast alle rechnen mit weiteren gravierenden Um- und Abbauten. Allerdings beurteilen Medienchefs die Situation ihres eigenen Unternehmens viel optimistischer als die Lage der Branche allgemein. Dies ist ein Ergebnis des erstmals durchgeführten "Printmedien-Entscheider-Panels". Das Institut BIK Aschpurwis + Behrens hat im Auftrag der Deutschen Post DHL im Sommer 104 Medienmanager befragt.

Kein einziger Verlagschef glaubt, dass sich die Papiermedien schon in diesem Jahr wirtschaftlich erholen; 58 Prozent immerhin setzen auf 2010. Dagegen rechnen über ein Fünftel der Print-Bosse damit, dass die eigenen Blätter schon in diesem Jahr die Wende schaffen. Ähnlich divergierende Einschätzungen auch bei der Erlösprognose: Nur 3 Prozent der Verlagschefs gehen von allgemein steigenden Vertriebsumsätzen aus; für die eigenen Titel rechnen dagegen über ein Viertel (26 Prozent) damit.

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Weitere Ergebnisse der Studie lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 40/2009.

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Ein gegensätzliches Bild zeigt sich beim Thema Digitalumsätze. Hier wähnen die Verlagschefs ihre Wettbewerber bereits weiter fortgeschritten als sich selbst: Knapp 17 Prozent geben an, dass Online-Erlöse im eigenen Haus in diesem Jahr (2010: knapp 12 Prozent) lediglich einen Anteil von unter 5 Prozent ausmachen. rp
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