Post-Chef Appel hat "kein Verständnis" für Zustellaktivitäten der Verlage

Montag, 16. November 2009
Post-Chef Frank Appel: "Kein Verständnis für Zustellaktivitäten"
Post-Chef Frank Appel: "Kein Verständnis für Zustellaktivitäten"

Die Deutsche Post zieht eine klare Trennlinie zwischen Verlags- und Postgeschäften. "Wir machen keine Gratiszeitung, das ist nicht unser Geschäft", sagte Deutsche-Post-Chef Frank Appel auf den VDZ-Zeitschriftentagen in Berlin. Damit erteilt er früheren Plänen des Gelben Riesen endgültig eine klare Absage. Umgekehrt hat Appel aber auch kein Verständnis für bestehende oder geplante Aktivitäten der Verlage im Post-Terrain. "Ich bin immer wieder erstaunt darüber, warum Verlage ihr im harten Medienmarkt verdientes Geld ins schrumpfende Zustellungsgeschäft stecken. Sie werden hier kein Geld verdienen."

Bisher ist unter anderem die Bauer Media Group in der (Zeitschriften-) Zustellung aktiv; Holtzbrinck und andere wollen sich erneut oder erstmals ins Briefgeschäft stürzen. Nach Appels klarer Grenzziehung könnten sich Verlage und Deutsche Post jetzt umso einträchtiger um ein Zukunftsprojekt kümmern: um die Entwicklung von Paid-Content-Systemen für die Verlage. Hier soll es erste Gespräche geben. rp
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