Portfoliowechsel in Print, Baustellen im Netz: Bauer pflügt sein Geschäft um

Donnerstag, 24. Juli 2008
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Aus für "Matador", "Revue" und in dieser Woche "TV Life": Die Bauer Verlagsgruppe bereinigt ihr Zeitschriftenportfolio. Kein Wunder: Immerhin verzeichnen 25 der 31 wichtigsten deutschen Bauer-Magazine im Fünfjahresvergleich teils stark sinkende Auflagen. Nur sechs Titel liegen gegenüber 2002 im Plus, und erfolgreich sind vor allem die Billighefte. Die Folge: Die Vertriebserlöse, die bei Bauer fast 80 Prozent des 1,8 Milliarden-Euro-Umsatzes ausmachen, stehen unter Druck.

Daher werkelt Bauers Entwicklungsredaktion dem Vernehmen nach an zahlreichen möglichen neuen Heften: etwa an einem jungen People-Magazin à la Klambts "In" als Nachfolgetitel der "Revue" und an einem jungen klassischen Frauentitel als möglicher Nachfolger für die Magazine "Laura" oder "Bella", denen manche auch interne Verlagsbeobachter nachsagen, als nächstes zur Disposition stehen zu können. Ob der testweise gelaunchte junge Wissenstitel "X-Plain" fortgeführt wird, sagt der Verlag noch nicht.

Doch die mit Abstand größte Verlagsbaustelle liegt im Internet. Nur wenige der wichtigen Bauer-Titel verfügen über eine nennenswerte Online-Präsenz und werden vermarktet. Auch die kolportierten titelunabhängigen Auftritte, etwa ein Frauen- und ein Autoportal, lassen weiter auf sich warten. Im Herbst werde es "präsentable Projekte" geben, verspricht der Verlag. Immerhin: Vom Ulkwetten-Portal Wanna-challange.com ist bereits eine Testversion online.

Mehr zu den Herausforderungen und neuen Projekten der Verlegerfamilie Bauer lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 30/2008, die am Donnerstag dieser Woche erschienen ist.

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