"Politiker sind ahnungslos": Blogger Richard Gutjahr verurteilt deutsche Netzpolitik

Donnerstag, 29. September 2011
Richard Gutjahr (Mitte) auf dem Fra Medientreff am Frankfurter Flughafen
Richard Gutjahr (Mitte) auf dem Fra Medientreff am Frankfurter Flughafen

Für ordentlich Zunder sorgte Richard Gutjahr, freier Journalist und streitbarer Blogger, beim FRA Medien Treff "on-air-port 2011": "Kein Politiker in Europa hat Ahnung vom Internet!", wetterte Gutjahr gegen die Machthaber. Diese Inkompetenz führe zu hirnrissigen Ideen wie einer Internetsperre als Bestrafungsinstrument. Außerdem forderte er vehement mehr Transparenz von Seiten der großen Internet-Player: "Wir bezahlen mit einer Fülle an Daten für die Dienste von Facebook und Co. Das geht in Ordnung - solange wir erfahren, was und wie viel gespeichert wird."

Einig waren sich die Podiumsteilnehmer darüber, dass das Netz nicht zur Verdummung führt, sofern der Umgang damit stimmt. Die Voraussetzung dafür: "Das A und O ist die Investition in Bildung", meinte Gutjahr.

Die Diskussionsrunde mit dem Titel „You tube, I phone - Ein Leben im Standby. Wie Bildschirme unser Leben lenken" bildete den Rahmen des 4. Fra Medientreffs am Frankfurter Flughafen, veranstaltet von Fraport und der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. hor
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