Politiker geben Öffentlich-Rechtlichen im Streit um Online-Aktivitäten Rückendeckung

Freitag, 11. Mai 2001

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF stoßen mit der Forderung nach einer Ausweitung ihres Online-Angebots bei Politikern offenbar zusehends auf offene Ohren. Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) vertrat am Freitag auf dem "Medientreffpunkt Mitteldeutschland" die Meinung, dass eine Ausweitung des Online-Engagements der öffentlich-rechtlichen Anstalten durchaus denkbar sei. Man dürfe den Öffentlich-Rechtlichen nicht die Zukunft verbauen, so Vogel.

Bisher sind die Internet-Aktivitäten von ARD und ZDF rechtlich auf programmbegleitende, werbefreie Beiträge begrenzt. Von Seiten der privaten Rundfunkanbieter wird die Forderung von ARD und ZDF nach erweiterten Spielräumen bislang strikt abgelehnt.

Neben Vogel sprach sich auch Reinhard Höppner (SPD), Regierungschef von Sachsen-Anhalt, für eine Lockerung der Internet-Richtlinien für ARD und ZDF aus. Man müsse den Sendern die Möglichkeit geben, in den neuen Medien mithalten zu können, so Höppner. Sachsens Regierungschef Kurt Biedenkopf (CDU) lehnt dagegen mit Verweis auf die hohen Rundfunkgebühren eine Ausweitung der Online-Aktivitäten ab.
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