Plus strebt Spitzenposition an

Mittwoch, 20. Mai 1998

Als reines Nutzwertmagazin will sich künftig der Verbrauchertitel "Plus", Motor-Presse Stuttgart,die Marktführerschaft sowohl im Leser- als auch im Anzeigenmarkt erkämpfen. Damit dies gelingt, wurde das Heft mit der Juni-Ausgabe inhaltlich und optisch kräftig überarbeitet. Das im April vergangenen Jahres gestartete Magazin hat deshalb alle sogenannten "Yellow-Elemente" wie Rätsel oder Spiele aus dem Heft genommen. Außerdem wurde die Leserführung extrem vereinfacht, Überraschungselemente wird es nicht mehr geben. Da Warentests sehr kostspielig sind, wird "Plus" künftig mit sogenannten "Testpartnern" zusammenarbeiten. Dies sind vorwiegend Titel aus dem Verlag Motor-Presse Stuttgart, die bereits eine hohe Kompetenz im Lesermarkt genießen. "”Plus” ist ein Synergieprodukt des Verlages. Wir erhoffen uns einen Imagetransfer, gehen aber auch davon aus, unseren Testpartnern neue Leserzuführen zu können", erklärte Marketing-Manager Hans-Joachim Jauch. Ein wichtiges Element, die Leserblattbindung zu erhöhen, soll ein Sammelordner bilden, der in Kombi mit der Juni-Ausgabe in einerAuflage von 300.000 Exemplaren in den Handel geht. Für das Heft inklusive Ordner erhöht sich der Copypreis auf 4,80 Mark, ohne Ordner kostet das Magazin weiterhin 3,80 Mark. Für den Ordner werden in den kommenden zwölf Monaten in jeder Ausgabe 16 Sammelseiten Grundinformationen zu allen wichtigen Themen angeboten, die das Magazin behandelt. Rund 1,7 Millionen Mark investiert die Motorpresse in die Werbung für die Juni-Ausgabe. Der Löwenanteil fließt in die Radio- und Plakatwerbung. Insgesamt erlebte der Markt der Wirtschaftsmagazine für den privaten Haushalt im letzten Jahr einen gewaltigen Aufschwung. Die verkaufte Auflage erhöhte sich in dieser Gattung vom ersten Quartal des Vorjahres zum ersten Quartal 1998 alles in allem von 353.000 auf 863.000 Exemplare.
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