Plakatkongress: Internet kannibalisiert Außenwerbung nicht

Mittwoch, 28. April 2010
Höhepunkt der Veranstaltung ist die Verleihung der Plakadiva
Höhepunkt der Veranstaltung ist die Verleihung der Plakadiva

Internetwerbung wird andere Medien bis 2020 noch stärker in Bedrängnis bringen als das bislang schon der Fall ist. Die gute Nachricht dabei für die Außenwerbung: Dank Digitalisierung, Bewegtbild und Interaktivität wird Out of Home darunter nicht leiden, im Gegenteil, das Medium wird sich positiv entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Omnicom-Studie "Media Maps 2010-2020", die Sascha Dermanowicz, Managing Director Business Development, auf dem 6. Plakat- und Mediakongress des Fachverbands Aussenwerbung (FAW) vorgestellt hat. Über 1000 Konsumenten und 30 Experten aus Medien und Wirtschaft wurden dazu befragt. Die Studie hat festgestellt, dass bis 2020 jeder zweite bis dritte Werbeeuro in digitale Kanäle fließen wird. Vor allem Print werde darunter leiden, TV als Lean-Back-Medium weniger. Außerdem werde es durch die Medienvielfalt und Fragmentierung der Gesellschaft immer schwieriger mit wenigen Medien hohe Reichweiten zu erzielen.

Für Dermanowicz hat dieses Szenario mehrere Konsequenzen: 1.) Wer als Absender gehört werden will, muss eine relevante Werbebotschaft haben, die einen Mehrwert bietet. 2.) Es wird häufiger eine wirkungsorientierte Preisgestaltung geben, bei der die Medien am wirtschaftlichen Risiko beteiligt werden. 3.) Außerdem werden Nischenkommunikation und insbesondere Trendscouting "enorm wichtig". se

Wer in diesem Jahr die besten Plakatkampagnen entwickelt hat und heute Abend die FAW-Auszeichnung Plakadiva entgegennehmen darf, lesen Sie ab 21.30 Uhr auf HORIZONT.NET.
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