Plakat & Media Kongress: Zukunft ist digital

Mittwoch, 22. April 2009

Digitale Plakate sind das Zukunftsthema in der Außenwerbung. Die Out-of-Home-Anbieter und Agenturen, die sich heute zum Plakat & Media Kongress des Fachverbands Aussenwerbung in Düsseldorf trafen, erwarten trotz Wirtschaftskrise einen Durchbruch in den nächsten Jahren. Stefan Kuhlow, Geschäftsführer Ströer Infoscreen geht in den nächsten drei bis vier Jahren von einem Wachstum des Mediums aus, das technisch bedingt vor allem in Flughäfen und Bahnhöfen stattfinde. „Wartesituationen sind sinnvoll mit Content zu nutzen, Passagezonen dagegen nicht." Bei einer heute schon „großen Vielfalt digitaler Werbeträger" werden die Grenzen zwischen digitaler Außenwerbung und klassischen Medien wie TV und Kino weiter aufweichen, so Kuhlow. Dabei komme dem Medium vor allem seine große Schnelligkeit und die Fähigkeit, Bewegtbild zu liefern, zu gute.

Andreas Teigeler, Executive Creative Director von Interone Worldwide, prognostiziert, dass die Verknüpfungen zwischen Internet und Out-of-Home-Werbeträgern zunehmen. Die Lücke zwischen den beiden Medien werde sich schließen, weil internetfähige Endgeräte durch Touchscreen und hohe Displayauflösung nutzerfreundlicher geworden seien, bei gleichzeitig sinkenden Kosten: „Durch die Verbindung zum Internet und zu GPS-Technologie wird Out-of-Home-Werbung messbar".

Ein klares Votum für Entscheidungsfreiheit und Eigenverantwortung von Konsumenten gab indessen Keynote-Speaker und FDP-Bundesvorsitzender Guido Westerwelle den Kongressteilnehmern mit auf den Weg. Er sprach sich gegen Werbeverbote aus: Ein Staat, der erlaubte Produkte in der Werbung verbiete, verhalte sich „zumindest widersprüchlich". se
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